Wer entwendet Kunstobjekte von Kindern in Not?

Die Buchmesse ist seit Sonntag vorrüber und wir blicken auf schöne, bereichernde, spannenende und leider auch traurige Tage zurück: denn die "Superhero"-Puppen, welche die Kinder des Butterfly Art-Projekts in Südafrika liebevoll gestaltet haben, sind vom Stand der Peter Ustinov Stiftung auf der Frankfurter Buchmesse entwendet worden! Ausgerechnet diese Figuren hat es getroffen, die uns als Botschafter dieses Projekts auf dem Messestand behütet haben und die uns besonders ans Herz gewachsen waren. Diese waren die Botschafter dieses kunsttherapeutischen Projekts für Kinder in den Townships von Kapstadt. Die Message der Puppen: Kunst kann heilen. Die Figuren spiegeln das Leben der Kinder wider und die großen und kleinen Kämpfe, die sie in ihrem schwierigen Umfeld täglich durchstehen müssen. Diese wichtige Botschaft sollten die „Superheroes“ nach der Station auf der Frankfurter Buchmesse auch auf Veranstaltungen in London, Indien und Haiti verbreiten.
Das Team der Peter Ustinov Stiftung zeigt sich bestürzt über den Vorfall: „Wir sind tieftraurig und fragen uns, wer so etwas tut und was die Hintergedanken sein könnten“, so Sprecherin Sabine Kowalzik. „Die große Stärke, die die Superheroes ausstrahlten, ließ viele Buchmessenbesucher am Stand anhalten – und auch innehalten. Wir fürchten nun, dass die Kunstwerke für immer verloren sind“, so Vorstandsvorsitzende Marie Korbél weiter. Da es sich um Unikate handelt, sind die Puppen nicht zu ersetzen.
Die Aufgabe der Peter Ustinov Stiftung ist es, sich für die große Kraft der Kunst und für Kinder in Not stark zu machen. Die Kinder in Kapstadt mögen zwar ihre Puppen verloren haben – aber nicht ihren Stolz und ihre Kreativität. Wer die Kinder des Butterfly Art Projects darin unterstützen möchte, neue Kunstwerke zu erschaffen, kann auch mit einer kleinen Spende einen großen Unterschied bewirken.

Ustinov auf der Frankfurter Buchmesse - Erster Tag

Vom 10. bis 14. Oktober ist  die Peter Ustinov Stiftung erstmals auf der größten Buchmesse der Welt vertreten. Heute war der erste Tag und damit die Eröffnung, bei der es sich Igor Ustinov,  Mit-Gründer der Stiftung und  Sir Peter Ustinovs Sohn, nicht hat nehmen lassen, persönlich anwesend zu sein. Zusammen mit Vorstandsvorsitzender Marie Korbél  wird er heute, den 10. und morgen, den 11. Oktober für die Stiftungsarbeit zentrale Themen wie Bildung und gegenseitigen Respekt mit Besuchern, Ausstellern und Journalisten beprechen. „Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen. Wenn man schon ein Gefangener seines eigenen Geistes ist, kann man wenigstens dafür sorgen, dass die Zelle anständig möbliert ist“, zitiert Igor Ustinov seinen geistreichen Vater. Und Marie Korbél fügt hinzu: „Wo, wenn nicht auf der Frankfurter Buchmesse könnten wir besser über die zentrale Rolle von Bildung für eine bessere Zukunft sprechen?“

 

 

Michaelas-Konferenz

Zu Ehren ihrer Direktorin, Angela Katschkes und ihrem Engagement zur Stärkung der Fähigkeiten von Pädagogen in Südafrika, war dieses Jahr das Butterfly Art-Projekt Gastgeber der allerersten Michaelas-Konferenz. Die Konferenz erstreckte sich über drei Tage und widmete sich selbstredend in der Hauptsache pädagogischen Themen, von Goethe inspirierten Beobachtungstechniken und kleineren Studiengruppen zu Steiners "Study of Man". 38 Teilnehmern, die sich aus der Art Facilitators Community, Mitarbeitern und Ehemaligen zusammensetzten, hielt die Konferenz zahlreiche Ah-ha-Momente bereit in ihren praktischen Workshops und Begegnungsmomenten. Die behandelten Themen waren u.a. innere Stabilität in instabilen Zeiten, Notfallpädagogik durch Belinda Fellion und My Healing Star durch den Unternehmer Noy Pullen.

Ustinov Opernschülerinnen in der Zauberflöte

Für viele Zuschauer war und ist "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) der traditionelle Einstieg in die Welt der Oper, doch für Lea und Binta war sie letzte Woche noch mehr: Die beiden Schülerinnen der Ustinov Opera School in Frankfurt standen bei der Aufführung dieses Klassikers an der Oper Frankfurt höchstpersönlich auf der Bühne. Unter musikalischer Leitung von Kapellmeister Simone Di Felice und Generalmusikdirektor Sebastian Weigle konnten sie singend unter Beweis stellen, was sie bis jetzt gelernt haben - und dies mit vollem Erfolg!

Elend, Armut und Lebensfreude

200 Schüler lernen Probleme Südafrikas kennen. Für mehrere Tage war das M.U.K.A. -Projekt aus Johannesburg, Südafrika, im Rahmen der KinderKulturKarawane 2018 zu Gast beim „GO in“ in Bönen. Dass die sechs Schauspieler des M.U.K.A.- Projekts aus Hillbrow stammen, einer der gefährlichsten Ecken der südafrikanischen Hauptstadt Johannesburg, merkten die Zuschauer in der Aula des Marie-Curie-Gymnasiums ihnen nicht an. Das Thema ihres auf Englisch und mit viel Musik und Tanz erzählten Dramas erinnerte aber daran: Drogenkönig "Fa" will sich an dem Polizisten rächen, der ihn für zehn Jahre ins Gefängnis brachte. Dazu wendet er sich der Familie um Polizistin Babsi selbst zu. Die Symbolik das Stücks war von den rund 200 Neunt- und Zehntklässlern der Humboldt-Realschule und der Pestalozzi-Hauptschule leicht zu verstehen. Der Wunsch nach einem Ausweg aus der Armut, der Ruf der goldenen Rolex, lässt Straßenkinder in die Kriminalität abrutschen. Die Schauspieler, selbst ehemalige Straßenkinder aus Hillbrow, haben es durch das Projekt geschafft, aus dem Milieu, dass sie darstellerisch auf die Bühne bringen, herauszukommen. Mit der Kinderkulturkarawane ziehen sie in diesem Jahr erneut durch Deutschland, um mit ihrer Lebensfreude, ihrem  Rhythmus und Tänzen das Publikum mitzureißen.

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