Ausstellung im Musée Alexis Forel, Morges (Schweiz)

Vom 21. März bis zum 6. September 2015 wird zum ersten Mal in der Schweiz eine Ausstellung zu sehen sein, die Sir Peter Ustinov in seiner Funktion als Schauspieler, Regisseur und Autor gewidmet ist. Neben den Filmrollen, die ihn berühmt gemacht haben, werden auch seine Stücke und Bücher Thema sein, sowie sein von Humor getragener, zutiefst humanistischer Blick auf die Welt. Die Ausstellung, die unter dem Titel "Sir Peter Ustinov - Actor, film director, writer and philantropist" zu sehen sein wird, folgt einer Reihe zu berühmten Filmpersönlichkeiten, die in der Nähe des Genfer Sees zu Hause waren. Nachdem das Museum sich 2012 Audrey Hepburn zugewandt hatte, war es nun an Sir Peter Ustinov (1921-2004), die Ausstellungsreihe fortzuführen, der 1957 mit seiner Familie in der Schweiz ankam und ab 1980 in dem Dorf Bursins, 20 Kilometer vom Genfer See entfernt wohnte. Auch seiner zweiten Frau, Suzanne Cloutier (1923-2003), werden Räume zur Verfügung gestellt, die in Filmen an der Seite von Orson Welles und Gérard Philippe zu sehen war, bevor sie sich den Unternehmungen ihres Mannes widmete.   

Inclusive Education for Socially Disadvantaged People

Am 16. Februar veranstaltete unsere Partner-Organisation, die IDEA-Foundation, eine internationale Tagung zum Thema „Inclusive Education“. Dr. Sudhir Rashingkar eröffnete die Sitzung und Andreas Wenzel von der Sir Peter Ustinov Stiftung legte die Zielsetzung dar. Dr. Sudhir Rashingkar Herr Jahn Klaus, Koordinator des Projekts, präsentierte die besten Vorgehensweisen in fünf ausgewählten Projektbereichen. Vertreter aus Deutschland, Südafrika und Burkina Faso teilten ihre Projekterfahrungen. Auf die Veranstaltung folgte der Besuch verschiedener Schulen und Gemeinden in Bhor während des 18. und 20. Februar.  

Waisenhaus in Myanmar

Anfang Dezember hatten wir im Rundschreiben über das neue Projekt in Myanmar berichtet. Dort warten viele AIDS-Waisen und einige schwangere Frauen darauf, eine Unterkunft und ärztliche Versorgung zu erhalten. Durch den Ausbau, den die Ustinov Stiftung mit rund 40.000 Euro unterstützt, wird neuer Raum für 20 weitere Kinder geschaffen. Die lokale gemeinnützige Organisation Meik Swe Myanmar hat uns jetzt die aktuellen Baupläne geschickt und informiert, dass die Baugenehmigung inzwischen erteilt wurde. Der Ausbau kann, wie geplant, im Januar losgehen. So können 200 Quadratmeter zusätzlicher Raum auf zwei Stockwerken geschaffen werden. Getrennte Schlafräume, Bäder und Toiletten für Jungs und Mädchen sind ebenso vorgesehen wie die Vergrößerung der Krankenstation. Wenn alles weiter wie geplant läuft, wird der neue Bau bereits im Mai eröffnet werden. Vielen Dank an alle Freunde der Ustinov Stiftung, die den Bau des Waisenhauses mit unterstützen!

Overcoming the past

Unser Projekpartner, die Rescue-Foundation, schätzt, dass etwa drei Millionen Frauen in Indien in der Zwangs-Prostitution leben, jede dritte unter 18 Jahren alt. Jedes Jahr werden schätzungsweise Zehntausende minderjährige Mädchen aus Indien sowie aus den Nachbarländern Nepal und Bangladesch in indische Bordelle verschleppt. Hauptanliegen der Rescue Foundation sind die Befreiung und der Schutz der Mädchen sowie ihre Unterbringung und psychologische Betreuung. Da es den meisten Betroffenen schwerfällt, über das Erlebte zu sprechen, bietet die Rescue Foundation den Mädchen in dem Projekt „Overcoming the past“ an, unter fachkundiger Betreuung ihre Erfahrungen aus der Vergangenheit durch Malen und Zeichnen zu verarbeiten.

Zirkus Upsala

Auf welche Reise sich der Zirkus Upsala 2014 begeben hat, konnte man in der gekürzten Weihnachtsausgabe des Inforads nachlesen. Neben Infos aus St. Petersburg schilderte das Team hier u.a. die persönliche Geschichte von Mischa. Seit über fünf Jahren ist er beim Zirkus Upsala und wird in Kürze "Upsalaabsolvent" sein. In seiner Zeit beim Zirkus hat Mischa sehr gut Akrobatik und vor allem Jonglage gelernt. Mischa kam durch seinen Cousin in den Zirkus, doch während dieser den Zirkus bald wieder verließ, blieb Mischa dauerhaft. Der Zirkus wurde zu seinem Zuhause. Mischa lebt zusammen mit seiner Mutter, seinen Vater lernte er nie kennen. Er hat noch einen kleinen Halbbruder, der an Krebs erkrankt ist. Als Mischa zum Zirkus stieß, ging er auf eine Sonderschule. Upsala fand für Mischa einen ehrenamtlichen Nachhilfelehrer und er konnte bald einen Schulabschluss an einer Regelschule absolvieren. Am liebsten mag er die gemeinsame Zeit auf den Upsala-Tourneen; denn hier kann er jeden Tag etwas Neues entdecken. Diesen Herbst erfüllte sich ein großer Traum für ihn und er fuhr einen Monat lang in die älteste Zirkusschule Europas, um dort besser trainieren zu können.

Seiten