Letzter Tag des Hosentaschentheater-Festivals in El Alto.

Nach vier intensiven Tagen an fünf Spielorten (drei Schulen und zwei Kulturzentren) mit über 35 Aufführungen von Schüler*innen aus 10 Schulen und einem halben Dutzend weiteren Theatergruppen ist das 19te Hosentaschentheaterfestival in El Alto, Bolivien zu Ende gegangen. Clownerie, Zirkustechniken und Masken kamen bei den Stücken ebenso  zum Einsatz wie traditionelle Theatertechniken und Kostüme. Die Kinder hatten sichtliche Freude beim Spielen und durch den Applaus nach den Aufführungen durften sie sich zusätzlich fühlen wie ihre großen Vorbilder.   

Studenten der CTAS auf Studienreise

23 Schüler und ein Lehrer der Choki Traditional Arts School (CTAS) besuchten u.a. das RTA-Museum im Rahmen ihrer Studienreise. Die Gruppe bestand aus Thagzo- (der traditionellen, bhutanischen Webkunst) und Malerei-Studenten. Auch besuchten sie verschiedene Ausstellungen und weitere Museen. Leki Choden, eine Thagzo-Studentin, sagte, dass es für sie sehr interessant war, neue Muster und Motive zu sehen und zu erfahren, wie Trima gewebt wird. „Wenn ich zurückkomme, werde ich mit meinen Freunden und Mitschülern teilen, was ich gesehen habe, die nicht hierher kommen konnten", sagte sie stolz.

Die von der Ustinov Stiftung unterstützte Schule bietet kostenlosen Unterricht, Unterkunft und Verpflegung für momentan 145 Schüler.

Abschlussaufführung von KCC

In Hamburg sind es in diesem Jahr sechs Schulen gewesen. Bundesweit kommen sechs Schulen dazu: in Wettenberg, Marburg, Bad Iburg, Köln, Schöllkrippen und Ahrensburg. Sie alle bilden das Netzwerk „creACTiv für Klimagerechtigkeit“, wie auch der Titel des Stückes heißt, mit dem die Mitglieder von KCC (dem Kigamboni Community Centre)  die Folgen des Klimawandels am Beispiel eines Dorfes in Tansania zeigte. Bei ihren Auftritten an verschiedenen Schulen und Veranstaltungsorten in ganz Deutschland spielten wie immer Tanz und Akrobatik eine wesentliche Rolle. Vorstandsvorsitzende der Peter Ustinov Stiftung, Marie Korbél und unsere Mitarbeiterin Petra Bormann waren bei einer der letzten Auftritte im JUKUZ in Aschaffenburg persönlich dabei und konnten sich von der mitreißenden Bühnenpräsenz der Gruppe selbst überzeugen. Inzwischen dürften die jungen Akrobaten wieder im Flieger über Dubai nach Tansania sitzen, weswegen das Team der Ustinov Stiftung eine gute Heimreise wünscht!

Musikschule Monte Azul zusammen mit Dresdner Philharmonie auf der Bühne

Vor vier Jahren besuchten einige Mitglieder der Dresdner Philharmonie die Musikschule in der Favela Monte Azul zum ersten Mal. Sie veranstalteten seither regelmäßige Workshops und gemeinsame Proben vor Ort, stets mit dem Ziel vor Augen, eines Abends gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Nun war es endlich soweit: über sechs Monate hinweg bereiteten die Lehrer der Musikschule Monte Azul Kinder zwischen sechs und sechzehn Jahren auf den zurückliegenden Konzertabend vor. „Die sprachliche Barriere war schnell überwunden, es herrschte vom ersten Moment an eine unbeschreiblich enthusiastische Atmosphäre“, schreibt Thomas Otto über dieses besondere Ereignis. Der erste Teil des Konzerts gehörte ganz den Kindern, im Anschluss folgte ein gemeinsamer Teil, bei dem jeweils ein brasilianisches Kind neben einem Dresdner Musiker Platz nahm. Ferdinand Küchlers Violinkonzert (im Stile Vivaldis) mit Luis Fabiono Santos Almeida, einem Musikschüler der Monte Azul war ein besonderer Höhepunkt. Nicht nur das Konzert und die zahlreich mitgebrachten Instrumente und Sachspenden sorgten bei den Schülern und Schülerinnen für große Freude, sondern auch das Grußwort des Dresdner Oberbürgermeisters Dirk Hilbert, das sich u.a. an Frau Renate Keller-Ingacio richtete, die die Musikschule in Sao Paulo aufgebaut hat.   

Igor Ustinov wird Schirmherr des Europaprojekts “Miniköche“

Seit Oktober 2018 hat Igor Ustinov, Mit-Gründer und Stiftungsratsvorsitzender der Peter Ustinov Stiftung, die Schirmherrschaft für das Europa-Projekt „Miniköche“ übernommen. Die „Miniköche“ und ihr Gründer, Gastronom Jürgen Mägder, wurden bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande. Die „Miniköche“, das sind Kinder im Alter von 10 und 11 Jahren, die über einen zweijährigen Zeitraum in monatlichen Blockseminaren nicht nur die wichtigsten Grundlagen des gastronomischen Handwerks erlernen, sondern auch den bewussten Umgang mit Umwelt und Ernährung. In Regionalgruppen von 20-24 Kindern eröffnet sich den Miniköchen unter Anleitung von Chefköchen, Ernährungswissenschaftlern und ausgebildeten Servicekräften die Welt der Kochkunst und der Esskultur. Die Kinder werden durch örtliche Gastronomen  ehrenamtlich unterstützt, sowohl als Gastgeber der Lerngruppen als auch als Lehrer und Berater. Zu jeder Regionalgruppe gehört auch ein Bauerngarten, in dem den Kindern zusätzlich Umweltbewusstsein und die Wertschätzung von Lebensmitteln vermittelt werden. Seit dem ersten Jahrgang 1989 haben weit über 10.000 Kinder in Deutschland,  Österreich, Frankreich, Finnland und der Schweiz teilgenommen. Die Prüfung am Ende ermöglicht ein IHK-Zertifikat über ein zweijähriges Berufsvorbereitungsjahr. „Kreative Lösungen beim gemeinsamen Tun zu entwickeln, Vielfalt zu erleben und der Respekt zueinander – das alles ist auch für die Kinder in den Hilfsprojekten der Peter Ustinov Stiftung weltweit wichtig. Auch mein Vater und meine Vorfahren waren Gourmets und passionierte Köche. Es ist mir eine Ehre, in die große Familie der „Miniköche“ aufgenommen worden zu sein“, bemerkt Igor Ustinov. 

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