Hoy Se Sirve

Am kommenden Freitag, den 18.05. präsentiert das Ensemble von Teatro Trono in seiner Heimatstadt eines seiner emblematischen Werke „Hoy Se Sirve“, das sich auf die historischen Ereignisse der 50er Jahre in Bolivien konzentriert. Das Stück ist eine Kollage an Bildern, die die bewegte Geschichte Boliviens widerspiegelt, die Kämpfe der Arbeiterbewegung und das Schicksal der indigenen Bevölkerung. Ebenso, wie die Wechselfälle dieser Geschichte selbst, sind auch die einzelnen Szenen teils chaotisch und einander überlagernd, um auf diese Weise einen Blick auf Stationen einer Kulturgeschichte werfen zu können, deren Auswirkungen auch heute noch zu spüren sind.

Bis zum letzten Tropfen

Teatro Trono ist ab dem 3. September auf Deutschlandtour. Bis November werden sie an deutschen Schulen Themen wie Klimawandel und Ungerechtigkeit auf die Bühne bringen. Im Gepäck haben die Troneros dabei ihr neues Stück "Bis zum letzten Tropfen", was in erster Linie von der Ungleichverteilung von Wasser auf der Welt handelt. Der aktuelle Tourplan findet sich unter:

http://kinderkulturkarawane.de/wp/tourplan-teatro-trono/

El Agua es vida

Der diesjährige „Children's Day“ oder „Tag des Kindes“ wurde von einer der Schulen, in der unsere Projektpartner von COMPA aktiv sind, mit einer besonderen Aktion begangen. Als Wassertropfen verkleidet machten die Schulkinder auf das Thema sauberes Trinkwasser aufmerksam, das gerade in ärmeren Ländern weltweit noch immer ein dringendes Problem darstellt und dessen Bereitstellung überlebenswichtig für die Menschen vor Ort ist. Dabei geht es nicht selten um jeden "Tropfen" Wasser. 

COMPA hat mich durch die Kunst verändert

Silvia Alvares Pati ist 18 Jahre alt und Mitglied der Theatergruppe TEATRO TRONO. Im letzten Jahr war sie mit Teatro Trono im Rahmen der KinderKulturKarawane 2015 in Deutschland und Dänemark unterwegs.
Silvia hat in einem der von der Peter Ustinov Stiftung seit April 2015 unterstützten Kulturhäuser von COMPA das Projekt kennengelernt und ihre Liebe zum Theater entdeckt. „Ich heiße Silvia und bin 18 Jahre alt. Wir sind eine siebenköpfige Familie, das kleinste Familienmitglied wurde vor zwei Wochen geboren. Im vergangenen Jahr habe ich die Schule abgeschlossen. Gerade überlege ich, welche Fächer ich studieren soll. Ich bin vor vier Jahren zu Compa gestoßen. Seither hat sich mein Leben sehr verändert, denn jetzt mache ich, was mir Spaß macht: tanzen und Theaterspielen. Sogar meine Eltern haben die Veränderung bemerkt, denn bevor ich das Kulturhaus von Compa kennenlernte, war ich ziemlich schüchtern und konnte mich nicht gut ausdrücken. Compa hat mich durch die Kunst verändert. Der Tanz und das Schauspielern hat meine Persönlichkeit geformt. Ich kann jetzt ausdrücken, was ich fühle. Ich war bei vielen Auftritten begeistert dabei, einmal durfte ich mit den Tronos sogar nach Europa reisen mit der KinderKulturKarawane. Das war eine einzigartige Erfahrung. Niemals hätte ich gedacht, dass ich die andere Welt sehen könnte. Das alles habe ich Compa zu verdanken. Compa hat mir gezeigt, dass das Leben bunt ist, dass es keine Grenzen gibt. Compa hat mein Leben in vielerlei Hinsicht verändert – und tut es auch weiterhin.“

¡ARRIBA EL ALTO!

¡ARRIBA EL ALTO! ist ein Aufruf an eine ganze Generation. El Alto, die Millionenstadt oberhalb von La Paz in Bolivien ist jung und voller Widersprüche. In einem Theater in Hurlingham, Buenos Aires, konnte unser Mitarbeiter für die Auslandsprojekte, Andreas Wenzel, die 12-köpfige Crew dabei beobachten, was es heißt, "Teatro Comuntaria" (in etwa "Gemeinschaftstheater) zu machen. Die Menschen in El Alto kommen aus den Anden, sind Teil der "Kultur der Steine", wie sie sich selbst nennen, einer "Kultur des Schweigens" und haben nie gelernt, sich auszudrücken. Daher drückt Teatro Trono für sie das aus, was die Menschen dort tagtäglich erleben: mit knapper Sprache und Szenen erzählt es vom „Kampf ums Überleben“, den politischen und sozialen Konflikten, vom Alkoholmissbrauch und seinen Folgen in den Familien.  Das Leben selbst jedoch bahnt sich immer wieder mit Witz und Humor und mit viel Liebe einen Weg. Teatro Trono zählt mittlerweile unumstritten zu den wichtigsten Theaterkompanien auf dem Lateinamerikanischen Kontinent. Neben den zahlreichen Aufführungen wie derzeit auf ihrer Tournee durch mehrere südamerikansiche Länder wie Argentinien, Chile, Brasilien und Paraguay macht die gesamte Crew Workshops mit Interessierten auf den verschiedenen Stationen ihrer Tournee. Dabei kommen Theaterschaffende und Theatergruppen zusammen, die sich untereinander austauschen.

Das in El Alto, Bolivien ansässige Teatro Trono wird von der Peter Ustinov Stiftung seit 2015 unterstützt. Spenden unter http://www.ustinov-stiftung.de/spenden

Seiten