Mit Musik und mahnenden Worten

Mit der „Ode an die Freude“ eröffneten die Instrumentalgruppen und ein Chor der Peter-Ustinov-Schule in Hude letzten Montagvormittag musikalisch eine besondere Veranstaltung. Eröffnet wurde die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ des Landesbüros Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung. Bis zum 15. Februar ist sie im Foyer der Oberschule zu sehen. Als „Guides“ führen 15 Schülerinnen und Schüler durch die Ausstellung. Sowohl Schulklassen als auch die Bevölkerung sind eingeladen, sich die umfassende Darstellung anzusehen, die mit der Fragestellung „Warum eigentlich Demokratie?“ und vielen Antworten dazu beginnt.  „Rechtsextremismus hat viele Facetten. Vom akzeptierten Vorurteil bis zur Gewalttat“, zitierte Oberschuldirektor Nico Rettcher aus der Infobroschüre zur Ausstellung. „Was passiert, wenn Populismus gesellschaftlich Einzug hält, wissen wir nur zu gut“, erklärte Rettcher. Die Oberschule habe sich vor Jahren ganz bewusst Peter Ustinov als Namensgeber ausgesucht. „Einmal, weil wir uns als Europa-Schule international ausrichten möchten und uns in der Haltung und der Biografie von Peter Ustinov wiederfinden können. Zum anderen aber, weil wir ein zentrales Thema Ustinovs, das Entstehen und den Umgang mit Vorurteilen, für die Ausrichtung einer Schule elementar wichtig finden.“ „Wir als Schule möchten unsere Schülerinnen und Schüler zu kritisch denkenden jungen Menschen erziehen, die in der Lage sein sollen, bewusst gesetzte Vorurteile zu erkennen und ihre Gedanken nicht von Vorurteilen leiten zu lassen“, sagte Nico Rettcher.

 

Peter-Ustinov-Schule  wird zur „Europaschule“ ernannt

Die Schule darf sich für fünf Jahre „Europaschule des Landes Niedersachsen“ nennen. Austauschprogramme gibt es mit Polen und Frankreich, weitere mit Italien und Litauen sind in Planung. Gleichgültig, ob im Unterricht oder während der Austauschprogramme mit Schulen aus anderen europäischen Nationen, der internationale Austausch wird in der Bildungseinrichtung nicht nur gelehrt sondern auch gelebt. Für dieses Engagement bekam die Schule jetzt das Qualitätssiegel „Europaschule des Landes Niedersachsen“ verliehen. Regierungsschuldirektor Wolfgang Schwarberg von der Landesschulbehörde freute sich, die Auszeichnung als letzte offizielle Amtshandlung vor seiner Pensionierung vergeben zu dürfen. „Es gibt wenige Schulen im Landkreis, die in der Arbeit rund um das Thema Europa so engagiert sind“, lobte er das Engagement. Es sei wichtig, Menschen aus den verschiedenen europäischen Staaten zusammenzubringen, um „Europa“ für den Einzelnen fassbar zu machen. Das habe die Peter-Ustinov-Schule vor allem mit ihren Austauschprogrammen vorbildlich umgesetzt.