oder „spricht Gott fremde Sprachen?“

"Warum das Kind in der Polenta kocht"

In ihrem Roman schildert die Autorin (selbst Tochter eines Clowns und einer Artistin) aus der Sicht des Kindes die Geschichte einerFamilie, die aus dem diktatorischen Rumänien nach Afrika und Südamerika flieht, um dort in der Manege aufzutreten. Mit 15 Jahren reist die Protagonistin mit ihrer Familie in die Schweiz. Sie kann weder lesen noch schreiben, wird aber dennoch Schriftstellerin. Durch die sprachliche Buntheit ihrer Kindheitserfahrung entsteht in der Autorin ein hochexplosives Gemisch aus Sprachakrobatik und Sprachlosigkeit, Naivität und Wissen. Hier wird weniger Psychologie, als vielmehr ein Weltbild komponiert. In der akustisch-visuellen Sprache der Autorin „kreischen Hühner international; und im Himmel werden Spezialabteilungen geschaffen für Artisten, die fliegen können“, während der Vater mit abstrusen Filmen zur Heiterkeit beiträgt. Die Autorin erzählt (ohne Sentimentalität) Geschichten aus Ihrer Erfahrungs- und Exilwelt, wo Fremdheit und Unbehaustheit allgegenwärtig sind.

 

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