10.000-mal kreatives Willkommen

Nach nicht ganz einem Jahr hat die Ustinov Stiftung inzwischen über 10.000 Kreativpakete über diverse Partner und Flüchtlingsorganisaton vor Ort verteilen lassen - von Passau bis Duisburg, von Berlin bis Reutlingen. 10.000 Flüchtlingskinder, die sich dadurch in Deutschland willkommen fühlen durften. Eine entscheidende Geste, die die Kinder bei ihrer weiteren Integration mit Sicherheit nicht vergessen werden. Ein eigens angefertigtes "Bilderbuch", das jetzt auch online als PDF durchgeblättert werden kann, ruft noch einmal einige der wichtigsten Stationen der zurückliegenden Hilfsaktion in Gedächtnis und macht auch deutlich, dass eine solch logistische wie auch personelle Herausforderung niemals ohne die Hilfe der vielen Untersützer und Partner hätte bewältigt werden können. Daher möchte die Ustinov Stiftung noch einmal allen Beteiligten an dieser Stelle ihren Dank aussprechen!

Art Outreach Highlight of the Month

Das "Art Outreach Highlight of the Month" führte die Kinder des Butterfly Art-Projekts diesen Monat in die National Art Gallery. Nachdem jedes Kind seine Arbeiten der Klasse präsentiert hatte, erkundschafteten sie das Museum und zeichneten, was immer ihr Interesse weckte. Ihre Kunstwerke werden im November in der Gallerie gezeigt werden. Die Kinder zeigten sich bei der Präsentation ihrer eigenen Werke erstaunlich versiert und beeindruckten damit auch die anwesenden Lehrer.  
 

Cello Meisterkurse & Konzerte

Der Countdown läuft, die Vorfreude wächst! In wenigen Tagen beginnen die Cello Meisterkurse & Konzerte „Cello ohne Grenzen“ ist das Motto: Grenzenlos schöne Musik, lebendige Meisterkursstunden, anregende Vorträge, eine umfassende Geigenbauausstellung und mehr – das verspricht eine einzigartige Erfahrung zu werden, für die 180 teilnehmenden Cello-Studenten und alle musikbegeisterten Zuhörer. Vorbeischauen ab dem 27. September unbedingt empfohlen! Da die Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist und der Appetit beim Essen kommt, lohnt sich vor den Konzerten ein Besuch der Meisterkurse. Denn hier wird das Temperament der Dozenten schon einmal offenbar... In ihren Dozentenkonzerten können die Cellisten Gary Hoffman, Ivan Monighetti, Frans Helmerson und Wolfgang Emanuel Schmidt ihre Persönlichkeiten dann richtig ausleben – mal lyrisch, mal singend, mal verliebt, mal fantastisch und immer ein Genuss.
 

Rinku Kumari Thakur ausgezeichnet für ihren Kampf gegen Zwangsheirat von Kindern

Das Ministerium für Frauen, Kinder und Soziales gratulierte nun offiziell Rinku Kumari Thaku zu Ihrem Kampf gegen die Praxis der Zwangsheirat. Rinku war mutig genug, gegen ihre Eltern und die sozialen Normen in ihrem Dorf vorzugehen, zu denen nach wie vor die "Kinderheirat" gehört. Diese zählt zu den destruktivsten Traditionen, die heutzutage noch im ländlichen Indien existieren und die strukturell fest in der indischen Gesellschaft verankert sind. Selbst in einem ihrer dunkelsten Momente schaffte es Rinku noch, sich an die Polizei zu wenden. Zusammen mit der ansässigen Polizei befreite Maiti Nepal Rinku von ihren Qualen, versorgte sie voerst mit dem Nötigsten und bot ihr eine dauerhafte Bleibe. Noch immer lebt sie dort. Maiti Nepal wird sie nun zur Botschafterin im Kampf gegen die Kinderzwangsheirat ernennen. Für diesen wurde sie nun auch mit dem "Letter of Appreciation" und einem Preisgeld von 10.000 INR vom Premierminister von Nepal , CP Mainali, ausgezeichnet.

Die Entwicklung von Akiem Yates, 14 Jahre – Butterfly Art Project

Akiem Yates wurde im Problemviertel Vrygrond geboren und kehrte  im Alter von 9 Jahren und nach dem Tod seines Vaters zurück zu seiner Mutter, um die Grundschule in Vrygrond zu besuchen. Seine Mutter Sammy und seine Großmutter Siddika haben, wann sie können, ein Auge auf ihn und seinen 3 Jahre alten Bruder, Ama. Sie müssen aber beide arbeiten, um sich und die Familie ernähren zu können, sodass Akiem oft sich selbst überlassen werden musste und er sich kleineren Verbrechen zuwandte und drohte, weiter in die Kriminalität abzurutschen. Dann, 2014, fand er mit dem Butterfly Art Project endlich einen Weg, seine Emotionen in geregeltere Bahnen zu lenken. Die Kunst half ihm, eine positive Zukunftsperspektive zu entwickeln und er wurde immer ruhiger und zugänglicher im Unterricht.  Bei einem der Kunstprojekte wurden Profibilder der Kinder erstellt und sie wurden aufgefordert, sich ihren Lieblingsplatz in ihrer Nachbarschaft auszusuchen, der in das Bild integriert wurde. Akiem entschied sich für einen nahgelegenen Park, wo er sich immer am glücklichsten und friedvollsten fühlte.  Nach zwei Jahren beim Butterfly Art Project wurde Akiem zu seinem Befinden interviewed:

 „Manchmal habe ich immer noch Angst in Vrygrond. Manchmal ist es manchen Tagen immer noch gefährlich. Aber der Kunstunterricht hat mir beigebracht, nicht mehr ängstlich zu sein. Ich liebe Graffiti  und neue Kunsttechniken zu erlernen. Mein Lieblingsprojekt war das Fotoprojekt. Mein Bild wurde für 500 Rand verkauft und ich habe das Geld noch nicht ausgegeben! Ich behalte es für den Tag, an dem meine Mutter etwas wichtiges brauchen sollte.  Irgendwann möchte ich Künstler werden und die Welt bereisen.“

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