Waisenhaus in Myanmar

Anfang Dezember hatten wir im Rundschreiben über das neue Projekt in Myanmar berichtet. Dort warten viele AIDS-Waisen und einige schwangere Frauen darauf, eine Unterkunft und ärztliche Versorgung zu erhalten. Durch den Ausbau, den die Ustinov Stiftung mit rund 40.000 Euro unterstützt, wird neuer Raum für 20 weitere Kinder geschaffen. Die lokale gemeinnützige Organisation Meik Swe Myanmar hat uns jetzt die aktuellen Baupläne geschickt und informiert, dass die Baugenehmigung inzwischen erteilt wurde. Der Ausbau kann, wie geplant, im Januar losgehen. So können 200 Quadratmeter zusätzlicher Raum auf zwei Stockwerken geschaffen werden. Getrennte Schlafräume, Bäder und Toiletten für Jungs und Mädchen sind ebenso vorgesehen wie die Vergrößerung der Krankenstation. Wenn alles weiter wie geplant läuft, wird der neue Bau bereits im Mai eröffnet werden. Vielen Dank an alle Freunde der Ustinov Stiftung, die den Bau des Waisenhauses mit unterstützen!

Overcoming the past

Unser Projekpartner, die Rescue-Foundation, schätzt, dass etwa drei Millionen Frauen in Indien in der Zwangs-Prostitution leben, jede dritte unter 18 Jahren alt. Jedes Jahr werden schätzungsweise Zehntausende minderjährige Mädchen aus Indien sowie aus den Nachbarländern Nepal und Bangladesch in indische Bordelle verschleppt. Hauptanliegen der Rescue Foundation sind die Befreiung und der Schutz der Mädchen sowie ihre Unterbringung und psychologische Betreuung. Da es den meisten Betroffenen schwerfällt, über das Erlebte zu sprechen, bietet die Rescue Foundation den Mädchen in dem Projekt „Overcoming the past“ an, unter fachkundiger Betreuung ihre Erfahrungen aus der Vergangenheit durch Malen und Zeichnen zu verarbeiten.

Zirkus Upsala

Auf welche Reise sich der Zirkus Upsala 2014 begeben hat, konnte man in der gekürzten Weihnachtsausgabe des Inforads nachlesen. Neben Infos aus St. Petersburg schilderte das Team hier u.a. die persönliche Geschichte von Mischa. Seit über fünf Jahren ist er beim Zirkus Upsala und wird in Kürze "Upsalaabsolvent" sein. In seiner Zeit beim Zirkus hat Mischa sehr gut Akrobatik und vor allem Jonglage gelernt. Mischa kam durch seinen Cousin in den Zirkus, doch während dieser den Zirkus bald wieder verließ, blieb Mischa dauerhaft. Der Zirkus wurde zu seinem Zuhause. Mischa lebt zusammen mit seiner Mutter, seinen Vater lernte er nie kennen. Er hat noch einen kleinen Halbbruder, der an Krebs erkrankt ist. Als Mischa zum Zirkus stieß, ging er auf eine Sonderschule. Upsala fand für Mischa einen ehrenamtlichen Nachhilfelehrer und er konnte bald einen Schulabschluss an einer Regelschule absolvieren. Am liebsten mag er die gemeinsame Zeit auf den Upsala-Tourneen; denn hier kann er jeden Tag etwas Neues entdecken. Diesen Herbst erfüllte sich ein großer Traum für ihn und er fuhr einen Monat lang in die älteste Zirkusschule Europas, um dort besser trainieren zu können.

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