Rinku Kumari Thakur ausgezeichnet für ihren Kampf gegen Zwangsheirat von Kindern

Das Ministerium für Frauen, Kinder und Soziales gratulierte nun offiziell Rinku Kumari Thaku zu Ihrem Kampf gegen die Praxis der Zwangsheirat. Rinku war mutig genug, gegen ihre Eltern und die sozialen Normen in ihrem Dorf vorzugehen, zu denen nach wie vor die "Kinderheirat" gehört. Diese zählt zu den destruktivsten Traditionen, die heutzutage noch im ländlichen Indien existieren und die strukturell fest in der indischen Gesellschaft verankert sind. Selbst in einem ihrer dunkelsten Momente schaffte es Rinku noch, sich an die Polizei zu wenden. Zusammen mit der ansässigen Polizei befreite Maiti Nepal Rinku von ihren Qualen, versorgte sie voerst mit dem Nötigsten und bot ihr eine dauerhafte Bleibe. Noch immer lebt sie dort. Maiti Nepal wird sie nun zur Botschafterin im Kampf gegen die Kinderzwangsheirat ernennen. Für diesen wurde sie nun auch mit dem "Letter of Appreciation" und einem Preisgeld von 10.000 INR vom Premierminister von Nepal , CP Mainali, ausgezeichnet.

Die Entwicklung von Akiem Yates, 14 Jahre – Butterfly Art Project

Akiem Yates wurde im Problemviertel Vrygrond geboren und kehrte  im Alter von 9 Jahren und nach dem Tod seines Vaters zurück zu seiner Mutter, um die Grundschule in Vrygrond zu besuchen. Seine Mutter Sammy und seine Großmutter Siddika haben, wann sie können, ein Auge auf ihn und seinen 3 Jahre alten Bruder, Ama. Sie müssen aber beide arbeiten, um sich und die Familie ernähren zu können, sodass Akiem oft sich selbst überlassen werden musste und er sich kleineren Verbrechen zuwandte und drohte, weiter in die Kriminalität abzurutschen. Dann, 2014, fand er mit dem Butterfly Art Project endlich einen Weg, seine Emotionen in geregeltere Bahnen zu lenken. Die Kunst half ihm, eine positive Zukunftsperspektive zu entwickeln und er wurde immer ruhiger und zugänglicher im Unterricht.  Bei einem der Kunstprojekte wurden Profibilder der Kinder erstellt und sie wurden aufgefordert, sich ihren Lieblingsplatz in ihrer Nachbarschaft auszusuchen, der in das Bild integriert wurde. Akiem entschied sich für einen nahgelegenen Park, wo er sich immer am glücklichsten und friedvollsten fühlte.  Nach zwei Jahren beim Butterfly Art Project wurde Akiem zu seinem Befinden interviewed:

 „Manchmal habe ich immer noch Angst in Vrygrond. Manchmal ist es manchen Tagen immer noch gefährlich. Aber der Kunstunterricht hat mir beigebracht, nicht mehr ängstlich zu sein. Ich liebe Graffiti  und neue Kunsttechniken zu erlernen. Mein Lieblingsprojekt war das Fotoprojekt. Mein Bild wurde für 500 Rand verkauft und ich habe das Geld noch nicht ausgegeben! Ich behalte es für den Tag, an dem meine Mutter etwas wichtiges brauchen sollte.  Irgendwann möchte ich Künstler werden und die Welt bereisen.“

Flüchtlingskinder der f & w Erstaufnahmeeinrichtung Dratelnstraße erhalten Kreativ-Pakete

Für alle 111 Kinder der Erstaufnahmeeinrichtung von "fördern und wohnen" in der Dratelnstraße war ein Kreativ-Paket dabei. Gestern verteilte die Moderatorin und Tagesschausprecherin Kristina zur Mühlen die Willkommensgeschenke der Peter Ustinov Stiftung an die Kinder in Hamburg-Wilhelmsburg. „Es ist nur eine kleine Geste. Aber oft sind es gerade diese kleinen Dinge, die anderen Freude bringen. Man sieht es ja in den Augen der Kinder...Als Botschafterin ist es für mich selbstverständlich, mich direkt vor Ort – in Hamburg – zu engagieren. Und den neuen, kleinen Nachbarn unsere Willkommenspäckchen zu überreichen, ist mir eine ganz besondere Herzensangelegenheit. Kinder sind unsere Zukunft!“, sagt Kristina zur Mühlen. Dort auf dem Gelände der Einrichtung werden die Kinder im Alter von 6 bis 16 Jahren auch täglich in Lerngruppen unterrichtet. Mit den kindgerechten Kreativ-Paketen erhalten sie hochwertige Bastelutensilien, Stifte und Malblöcke aber auch Lernmaterialen für den Spracherwerb. „Die Kinder freuen sich über so liebevolle Spenden, die ihre Kreativität und Bildungschancen unterstützen und die Arbeit der Sozialarbeiter und Pädagogen mit den Kindern ergänzen“, erklärt Parica Partoshoar, Teamleitung der Erstaufnahme Dratelnstraße von fördern und wohnen. Das Malen, Zeichnen oder Basteln soll nach den Erfahrungen von Krieg und Flucht wieder Farbe und Lebendigkeit in den Alltag der Kinder bringen. Das war die Grundidee der Peter Ustinov Stiftung, die das praktische Kreativ-Paket als Willkommensgeschenk für Flüchtlingskinder entwickelte.Die Erstaufnahmeeinrichtung Dratelnstraße von fördern und wohnen wurde im Herbst 2014 eröffnet und beherbergt rund 800 Menschen, die vor Krieg oder Verfolgung geflohen sind.

Peter-Ustinov-Schule  wird zur „Europaschule“ ernannt

Die Schule darf sich für fünf Jahre „Europaschule des Landes Niedersachsen“ nennen. Austauschprogramme gibt es mit Polen und Frankreich, weitere mit Italien und Litauen sind in Planung. Gleichgültig, ob im Unterricht oder während der Austauschprogramme mit Schulen aus anderen europäischen Nationen, der internationale Austausch wird in der Bildungseinrichtung nicht nur gelehrt sondern auch gelebt. Für dieses Engagement bekam die Schule jetzt das Qualitätssiegel „Europaschule des Landes Niedersachsen“ verliehen. Regierungsschuldirektor Wolfgang Schwarberg von der Landesschulbehörde freute sich, die Auszeichnung als letzte offizielle Amtshandlung vor seiner Pensionierung vergeben zu dürfen. „Es gibt wenige Schulen im Landkreis, die in der Arbeit rund um das Thema Europa so engagiert sind“, lobte er das Engagement. Es sei wichtig, Menschen aus den verschiedenen europäischen Staaten zusammenzubringen, um „Europa“ für den Einzelnen fassbar zu machen. Das habe die Peter-Ustinov-Schule vor allem mit ihren Austauschprogrammen vorbildlich umgesetzt.

Caritas-Flüchtlingsberatung verteilt Kreativ-Pakete für Kinder

Seit Anfang Juni werden sie nun auch in Miltenberg verteilt: die Päckchen für Flüchtlingskinder, die die Peter Ustinov Stiftung zur Verfügung gestellt hat. 150 Kreativ-Pakete mit Malutensilien und Spielsachen kamen beim Miltenberger Caritasverband an und wurden auf die einzelnen Beraterinnen und Berater des Sozialdienstes für ausländische Flüchtlinge verteilt, die diese weitergeben.

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