#LittleHero

Das Butterfly Art Project veranstaltete zum Jahresbeginn einen 3-tägigen "Super Hero Puppet Workshop" zusammen mit Tavia LaFollette vom Department of Theatre Arts der Towson University. Im Workshop wurden Puppen mit "Superkräften" angefertigt, versehen mit einer eigenständigen "Biographie". Die Ergebnisse können sich sehen lassen und zeigen auch die jeweiligen Nöte der Kinder auf: da gab es  "Waterman", dessen besondere Kraft es ist, jedem in Kapstadt Wasser zu bringen oder der "Defender", der mit der besonderen Fähigkeit begabt ist, auf der ganzen Welt das Mobbing zu stoppen. Insgesamt nahmen 10 Kinder aus der Gemeinde Vrygrond und 10 Community Art Facilitators teil. Das Butterfly Art Project wird Community Art Facilitators dazu ausbilden, selbst Super Hero Workshops mit ihren Kunstgruppen in ihren jeweiligen Gemeinden durchzuführen.

BAP - Night at the Museum

Das Butterfly Art Project (BAP) präsentiert heute seine jährliche Kunstausstellung und organisiert für diese Nacht einen kreativen Workshop im District Six Homecoming Center in Kapstadt. In einem multimedialen Raum werden all die großen und kleinen Erfolge des letzten Jahres zu sehen sein, sprich: eine ganze Kunstgalerie mit den Werken all der Künstler des Butterfly Art Projects in Capricorn und Kapstadt! Zu den öffentlichen Aktivitäten des Abens wird u.a. Keramikmalerei gehören, die verglast und gebrannt nach der Veranstaltung mit nach Hause genommen werden kann. 

#LittleHero

Während bei uns die Tage schon wieder merklich kürzer werden und der Winter naht, ist in Südafrika nun endlich der Frühling angekommen. Dementsprechend hatten die Vorschüler aus zwei Kindergärten des Butterfly Art Projects die Möglichkeit, einen Spaziergang durch das Bracken Naturreservat zu machen. Unter der Leitung von Ranger Dave Morris lernten die Kinder auf dem Spaziergang viel über den Respekt im Umgang mit der Natur, begegneten einer Schildkröte, stießen auf Vogelnester und auf die größte Feldmaus, die sie je gesehen haben. Anlass genug, um nach dem Spaziergang  die Erfahrungen auch künstlerisch festzuhalten. 

Drip- und Action-Paintings mit den „Junior Fireflies“

Die „Junior Fireflies“ ist eine Gruppe von 3. Bis 5. Klässlern des Butterfly Art-Projekts in Kapstadt, die sich immer Mittwochnachmittag treffen, um am gemeinsamen Kunstunterricht teilzunehmen. Diesmal standen die berühmten „drip paintings“ von Jackson Pollock auf dem Lehrplan aber auch „action paintings“ wurden anschaulich besprochen. Dabei äußerten die Kinder nicht nur allgemeine Vorlieben und Abneigungen sondern bezogen sich mit Eifer in ihren Beurteilungen auch auf Farbabstimmungen, Komposition und die Interaktion der verschiedenen Bestandteile der Kunstwerke: ein wichtiger Schritt für die eigenen, künstlerischen Ambitionen.    

Die Entwicklung von Akiem Yates, 14 Jahre – Butterfly Art Project

Akiem Yates wurde im Problemviertel Vrygrond geboren und kehrte  im Alter von 9 Jahren und nach dem Tod seines Vaters zurück zu seiner Mutter, um die Grundschule in Vrygrond zu besuchen. Seine Mutter Sammy und seine Großmutter Siddika haben, wann sie können, ein Auge auf ihn und seinen 3 Jahre alten Bruder, Ama. Sie müssen aber beide arbeiten, um sich und die Familie ernähren zu können, sodass Akiem oft sich selbst überlassen werden musste und er sich kleineren Verbrechen zuwandte und drohte, weiter in die Kriminalität abzurutschen. Dann, 2014, fand er mit dem Butterfly Art Project endlich einen Weg, seine Emotionen in geregeltere Bahnen zu lenken. Die Kunst half ihm, eine positive Zukunftsperspektive zu entwickeln und er wurde immer ruhiger und zugänglicher im Unterricht.  Bei einem der Kunstprojekte wurden Profibilder der Kinder erstellt und sie wurden aufgefordert, sich ihren Lieblingsplatz in ihrer Nachbarschaft auszusuchen, der in das Bild integriert wurde. Akiem entschied sich für einen nahgelegenen Park, wo er sich immer am glücklichsten und friedvollsten fühlte.  Nach zwei Jahren beim Butterfly Art Project wurde Akiem zu seinem Befinden interviewed:

 „Manchmal habe ich immer noch Angst in Vrygrond. Manchmal ist es manchen Tagen immer noch gefährlich. Aber der Kunstunterricht hat mir beigebracht, nicht mehr ängstlich zu sein. Ich liebe Graffiti  und neue Kunsttechniken zu erlernen. Mein Lieblingsprojekt war das Fotoprojekt. Mein Bild wurde für 500 Rand verkauft und ich habe das Geld noch nicht ausgegeben! Ich behalte es für den Tag, an dem meine Mutter etwas wichtiges brauchen sollte.  Irgendwann möchte ich Künstler werden und die Welt bereisen.“

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